Biotonnen wurden auch im Herbst wieder kontrolliert


Wir waren wieder einmal unterwegs und haben die zur Leerung bereitgestellten Biotonnen etwas genauer unter die Lupe genommen. Grund für die Kontrollen war - dass seitens des Betreibers der Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage in Iffezheim - zu viele Fremdstoffe im Biomüll festgestellt wurden.

Etwa 2.500 Biotonnen wurden auch im Herbst 2019 stichprobenartig von unseren Mitarbeitern quer durch den Landkreis kontrolliert. Leider musste von diesen - ähnlich wie im Vorjahr - etwa jede zehnte Biotonne wegen falscher Befüllung beanstandet werden und deshalb ungeleert stehen bleiben.

„Zu neunzig Prozent ist die Verwendung von herkömmlichen  Plastiktüten zum Einpacken der Bioabfälle der Grund, warum nicht geleert wurde“, weiß Karin Zettner vom AWB. „Weitere auffällige Fehlwürfe waren Katzenstreu, Hundekot, Asche und noch verpackte Lebensmittel.“

Mitarbeiter kontrolliert Biotonnen auf Fehlwürfe
 
Bei den Kontrollaktionen hat sich aber auch herausgestellt, dass es in der Bevölkerung noch Informationsdefizite gibt, welche Verpackungsmaterialien zum Einpacken der Bioabfälle verwendet werden dürfen. Oftmals kam vom Kunden der beanstandeten Biotonnen die Rückmeldung, dass auf der Verpackung der Säcke doch „ökologisch“ oder „recycelbar“ stand und fälschlicherweise angenommen wurde, dass diese auch für Bioabfälle genutzt werden könnten. „Das bedeutet jedoch nur, dass diese Tüten aus recycelten Materialen hergestellt werden und nicht, dass diese kompostierbar sind“, so Zettner. Nur die auf Mais- und Kartoffelstärke basierenden Biomüllbeutel dürfen noch in die Biotonne.

Zudem muss auf jeden Beutel deutlich „kompostierbar“ aufgedruckt sein und auf der Verpackung muss beschrieben sein, dass die Tüten der einschlägige Norm EN 13432 entsprechen.


Nach wie vor ist allerdings das Verpacken der Bioabfälle in Zeitungspapier oder in Papiertüten der geeignetste Weg, die Bioabfälle in die Biotonne zu geben. Diese Materialien zersetzen sich vollständig und behindern weder die Vergärung noch die anschließende Kompostierung in der Behandlungsanlage. Laut Karin Zettner sind immerhin über fünfzig Prozent der Biotonnen genauso optimal für die weitere Verarbeitung befüllt. Aber auch die derzeit noch tolerierten kompostierbaren Folienbeutel werden von einem Drittel der Biotonnennutzer verwendet.

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